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Gemeinsam für die Wärmewende

Bei Kommunalen Stammtischen in Bad Liebenwerda und Neuhausen/Spree informierte die EMB über klimaverträgliche Wärmeversorgung für Städte und Gemeinden.

Auch ohne Sonnenschein interessant für Amtsdirektoren, Bürgermeister und Ortsvorsteher aus dem EMB-Gebiet: der Solarpark Frauendorf in der Lausitz.

Kommunen sollen eine tragende Rolle bei der Wärmewende spielen, Energiedienstleister wie die EMB Energie Brandenburg GmbH wollen sie dabei unterstützen. Doch wie kommen die Akteure untereinander am besten ins Gespräch?

Die seit letztem Jahr auf die EMB verschmolzene SpreeGas hatte dafür vor einigen Jahren im südöstlichen Brandenburg die „Kommunalen Stammtische“ für Amtsdirektoren, Bürgermeister und Ortsvorsteher von Konzessionsgemeinden eingeführt. Die halbtägigen Veranstaltungen, auf jeweils etwa 25 Teilnehmer ausgelegt, bieten eine Kombination aus Besichtigungsprogramm, Fachinformation über Energiedienstleistungen und reichlich Zeit für das Netzwerken.

Die EMB führt diese Tradition fort; im April fanden Kommunale Stammtische in Bad Liebenwerda und Neuhausen/Spree statt. „Die Treffen bieten gute Chancen, Netzwerke zu pflegen und in überschaubarem Rahmen miteinander ins Gespräch zu kommen“, zeigt sich Jens Teich überzeugt vom bewährten Format. Als Referent Kommunen bei der EMB weiß er, wie wichtig fachlicher Austausch ist.

Auch im westlichen EMB-Gebiet soll es künftig kommunale Stammtische geben. „Wir werden das Format aus der Lausitz in die Mark übernehmen und planen, schon im November eine Veranstaltung im Havelland anzubieten“, so Teich weiter.

Besichtigung des Solarparks Frauendorf

Bei den Stammtischen am 11. April in Bad Liebenwerda und am 17. April in Neuhausen/Spree stand das Thema klimaverträgliche kommunale Wärmeversorgung im Mittelpunkt. Das Besichtigungsprogramm führte die Teilnehmer in Bad Liebenwerda zum Mitteldeutschen Marionettentheatermuseum, in Neuhausen/Spree zum dortigen Solarpark Frauendorf. Die erste Freiflächen-Photovoltaikanlage der ehemaligen SpreeGas gilt mit heute zwölf Megawatt Erzeugungsleistung als grünes Vorzeigeprojekt der EMB in der Lausitz.

Beim anschließenden Fachgespräch legte EMB-Geschäftsführerin Kathrin Jung dar, dass bislang im EMB-Gebiet noch mehr als die Hälfte aller 319.000 Gebäude mit Erdgas beheizt werden. Lediglich sieben Prozent der Liegenschaften versorgen sich aus Wärmenetzen mit Heizenergie.

Für den Abschied vom Erdgas und die künftige Versorgung der Gebäude mit klimaverträglicher Wärme sieht man bei EMB neben individuellen Heizlösungen für Ein- und Mehrfamilienhäuser zwei netzgebundene Optionen: entweder Wasserstoff und Biogas aus dem bestehenden Gasnetz oder grüne Wärme (Abwärme, Geothermie, Heizenergie von größeren Wärmepumpen) aus kommunalen Wärmenetzen, die dafür aus- und aufgebaut werden müssten.

Beide Optionen – grüne Gase und grüne Wärme – machen es nach Erkenntnissen des Unternehmens möglich, bis zu 50 Prozent der Gebäude in Kommunen des EMB-Gebiets mit klimaverträglicher Heizenergie aus Rohrnetzen zu versorgen.

In verschiedenen Projekten in Michendorf, Gransee, Rhinow und Baruth ist die EMB bereits dabei, moderne Wärmeversorgungsoptionen praktisch umzusetzen und zu testen. „Wir arbeiten daran, gemeinsam mit Kommunen die Wärmewende voranzubringen“, stellt Teich klar. In Michendorf entsteht beispielsweise direkt neben der EMB-Unternehmenszentrale eines der ersten grünen Rathäuser in Brandenburg, das vollständig regenerativ beheizt und klimatisiert werden soll.

Infos zu grünen netzgebundenen Wärmelösungen

Trotz gelungener Beispiele und vielversprechender Optionen für klimaverträgliche Wärme habe er jedoch bei Gesprächen mit kommunalen Vertretern festgestellt, dass es weiter Unsicherheiten hinsichtlich des reibungslosen Funktionierens der kommunalen Wärmewende gibt. „Die politischen Diskussionen des letzten Jahres haben keine Sicherheit in die Kommunen gebracht.“ Teich sieht da noch viel Gesprächs- und Informationsbedarf auf Seiten der Städte und Gemeinden.

Für die künftige kommunale Wärmeplanung wird wichtig sein, das zeigten auch die beiden Stammtische, welche netzgebundenen Wärmelösungen zur Verfügung stehen werden. Katrin Paulig und Michael Staude vom Netzbetreiber NBB Netzgesellschaft Berlin-Brandenburg mbH & Co. KG informierten in Bad Liebenwerda und Neuhausen/Spree Amtsdirektoren, Bürgermeister und Ortsvorsteher über zukunftsorientierte Innovationen im Gasnetz und Planungen für ein Wasserstoffnetz in Brandenburg.

Die EMB, die sich als Partnerin der Kommunen sieht, machte bei den beiden jüngsten Stammtischen erneut eines deutlich: Beim Umbau der Wärmeversorgung in Städten und Gemeinden werde es darauf ankommen, auf unterschiedlichste regionale Voraussetzungen einzugehen, um für Bürgerinnen und Bürger wie auch Kommunen wirtschaftlich sinnvolle und bezahlbare Lösungen zu finden, so Referent Teich. „Eine Ideallösung, die für alle Fälle passt, ist nach wie vor nicht in Sicht.“

Bürgermeisterspiel in Brandenburg: Das Duell der beiden Teams NBB & Freunde (in Schwarz) und EMB & Freunde (in Rot) am 12. April endete 7 : 8 nach Elfmeterschießen.
Kicken für den Nachwuchs: Einmal im Jahr tauschen Bürgermeister und Amtsdirektoren aus dem südlichen EMB-Gebiet in Brandenburg, Sachsen und Sachsen-Anhalt Anzug und Schlips gegen Trikot und Fußballschuhe und messen im Stadion der Freundschaft in Cottbus ihre Kräfte. Das Duell der beiden Teams NBB & Freunde (in Schwarz) und EMB & Freunde (in Rot) am 12. April endete 7:8 nach Elfmeterschießen. Für jedes Tor spendierte EMB 100 Euro für den Nachwuchs des FC Energie Cottbus und rundete den Spendenscheck auf 2.000 Euro auf. Der FC Energie legte im anschließenden Regionalligaspiel mit einem 2:1 gegen den Greifswalder FC den Grundstein für den Aufstieg in die Dritte Liga.
Kontakt
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Jens Teich

Referent Kommunen