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Flottes Laden in Michendorf

Die EMB Energie Mark Brandenburg nimmt in Michendorf ihre erste öffentliche Schnellladesäule für Elektroautos in Betrieb.
EMB-Strom tanken in Kleinmachnow: Bürgermeister Michael Grubert und EMB-Geschäftsführer Dr. Jens Horn bei der Inbetriebnahme einer von 14 kommunalen Ladestationen. Bild: EMB

Auf die Kommunen kommt es auch bei der Elektromobilität an. Ohne Aktivität von Städten und Gemeinden werde der Aufbau öffentlicher Ladeinfrastruktur für Elektroautos nicht nur zu teuer, sondern mit hoher Wahrscheinlichkeit auch nicht bedarfsgerecht ausfallen, gibt der Berliner Think Tank Agora Verkehrswende zu bedenken. Weil das Ladenetz noch deutlich erweitert werden muss, warten erhebliche Aufgaben auf Kommunen.

Unterstützung kommt auch von der EMB Energie Mark Brandenburg. Der märkische Versorger hat in seinem Stammgebiet zwischen Werder/Havel und Wittstock/Dosse in den vergangenen Jahren – aus eigener Initiative oder im Auftrag von Kommunen – ein Netz öffentlich zugänglicher Lademöglichkeiten geschaffen. Als Highlight wird nun die erste Schnellladesäule mit EMB-Logo in Michendorf in Betrieb genommen.

Elektroautofahrer können sich dort in Kürze an einem 150-kW-Ladepunkt (DC/Gleichstrom) mit CCS-Combo2-Stecker, einem 50-kW-Ladepunkt (DC) mit CHAdeMO-Stecker oder einem 22-kW-Ladepunkt (AC/Wechselstrom) mit Typ2-Steckdose bedienen. Auch neueste Automodelle mit Hochvolt-Technologie können dann rasch mit Fahrstrom versorgt werden. „Unser elektromobiles Aushängeschild in Michendorf zählt zu den modernsten und schnellsten Ladesäulen in ganz Brandenburg“, zeigt sich Manuel Toplak, bei EMB für das Ladesäulenprogramm verantwortlich, stolz auf das Angebot.

Ladenetz der EMB soll weiter wachsen

Der Schnelllader steht direkt vor der EMB-Firmenzentrale in Michendorf und damit genau dort, wo in den nächsten Jahren eine neue Ortsmitte mit Rathaus, Geschäften und Wohnungen entstehen soll. Die Säule in Michendorf ist die einzige mit so hoher Ladeleistung im Umkreis von 30 Kilometern. Für den Firmen-Fuhrpark und Mitarbeiter-Autos gibt es vor dem EMB-Energiehaus zusätzlich drei Ladesäulen mit je zwei 22-kW-Ladepunkten (AC).

Insgesamt betreibt der Versorger aktuell 28 Ladesäulen in 12 Städten und Gemeinden. Für dieses Jahr geplant sind weitere in Dallgow-Döberitz, Schwielowsee-Caputh und in der Gemeinde Mühlenbecker Land.

Die EMB vertreibt an den Ladestationen ausschließlich Ökostrom aus Wasserkraft. Sämtliche Ladesäulen sind eichrechtskonform, alle Ladevorgänge werden also korrekt nach bezogener Strommenge abgerechnet. Der Versorger hat sich dem Stadtwerke-Netzwerk Ladenetz.de angeschlossen, so dass Elektromobilisten mit der EMB-Ladekarte sämtliche Ladesäulen des Netzwerks in ganz Deutschland und einigen Nachbarländern nutzen können. An EMB-Ladesäulen kann wiederum mit verschiedenen Ladekarten, aber auch über Lade-Apps oder per Smartphone getankt werden.

Wallboxen ergänzen öffentliche Ladeinfrastruktur

Neben öffentlicher Ladeinfrastruktur bietet die EMB Privat- und Geschäftskunden so genannte Wallboxen zum Aufladen von Elektroautos in Garagen oder in Firmencarports an. Im Rahmen eines EMB-Mobilpakets stehen zwei Ladeboxen des Herstellers Mennekes zur Auswahl. Bezieht der Nutzer zusätzlich Strom von der EMB, wird eine Wallbox durch einen Mobilbonus 200,- Euro billiger. Die Gasag-Gruppe, zu der die EMB zählt, offeriert zudem Ladelösungen für Wohnanlagen.

Auch landesweit wächst das öffentliche Ladenetz – gefördert durch EU, Bund und Länder. Die Bundesnetzagentur verzeichnet für Anfang Februar 381 öffentlich zugängliche Ladesäulen mit 758 Ladepunkten in Brandenburg und 1.186 Ladepunkte in Berlin. Deutschlandweit liefern aktuell rund 36.500 Ladepunkte Fahrstrom.

Der Ausbau folgt dem wachsenden Bedarf: Die Neuzulassungen reiner Elektroautos in Deutschland hatten sich 2020 auf knapp 195 000 erhöht und damit gegenüber dem Vorjahr verdreifacht. Die Zahl der Lademöglichkeiten wuchs ebenfalls überdurchschnittlich.
Weitere Informationen zur Elektromobilität gibt es hier.

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