CheckCreated with Sketch. device, computer, phone, smartphone < All mini chat PLANT PLANT white CALENDAR CALENDAR white PHONE PHONE white EURO EURO white THUMBS UP THUMBS UP white

EMB zieht nach Michendorf

Die neue Firmenzentrale besticht durch moderne Bürostrukturen und eine effiziente Energieversorgung.

Die neue Firmenzentrale ist das erste Gebäude des geplanten neuen Ortszentrums in Michendorf<br/>Bild: EMB

Für mehrere Unternehmen der GASAG-Gruppe wird 2021 zum Umzugsjahr – auch für die EMB Energie Mark Brandenburg. Der märkische Versorger wird Anfang nächsten Jahres seine Firmenzentrale von Potsdam-Babelsberg ins zehn Kilometer entfernte Michendorf verlegen. Ab 11. Januar 2021 lautet die neue Adresse: Büdnergasse 1.

„Wir wollen mitten in unser Versorgungs- und Netzgebiet wechseln“, begründet EMB-Geschäftsführer Dr. Jens Horn den Umzug. „Wir zeigen damit unsere Verbundenheit mit der Region“. Michendorf ist eine von 92 Kommunen, in denen die EMB die Gasnetzkonzession hält. Am bisherigen Sitz Potsdam ist das nicht der Fall.

In Michendorf werden die etwa 70 EMB-Mitarbeiter ein modernes Bürogebäude unweit des Bahnhofs beziehen. Die gute Verkehrsanbindung an Busse und Regionalbahnen nach Potsdam und Berlin wie auch an die Autobahn war ein wichtiges Argument für Michendorf, das ein „optimaler Standort“ sei, wie Dr. Horn betont. „Wir sehen die EMB auch als Partner für zukünftige gemeinsame Projekte und freuen uns auf gute Zusammenarbeit und Nachbarschaft“, formuliert Michendorfs Bürgermeisterin Claudia Nowka ihre Erwartungen.

Kommunikative und abwechslungsreiche Bürostrukturen

Der Grundstein für die EMB-Zentrale war im Dezember 2019 gelegt worden. Bauherr ist die GP Günter Papenburg AG. Das EMB-Energiehaus, wie die künftige Zentrale genannt wird, ist das erste Gebäude des geplanten neuen Ortszentrums mit Wohn- und Geschäftshäusern, Arztpraxen und neuem Rathaus, das auf einer Industriebrache entstehen soll. „Wir sind damit zum Treiber für die Ortsentwicklung in Michendorf geworden“, freut sich Geschäftsführer Dr. Horn. „Für die EMB bot sich mit dem Umzug aber auch eine gute Gelegenheit, moderne Bürostrukturen für unsere Mitarbeiter zu schaffen“, so der Unternehmenschef. Die Büros in Potsdam seien „in die Jahre gekommen“ und hätten nach 24 Jahren modernisiert werden müssen.

Im Michendorfer Energiehaus konnten gleich auf Anhieb die gewünschten Strukturen geschaffen werden. Es gibt dort keine Einzelbüros mehr, das Open-Space-Konzept setzt auf kommunikativere und abwechslungsreichere Arbeitswelten. Einen weiteren Grund für den Umzug will Horn nicht verschweigen: „Wir konnten uns mit der Stadt Potsdam nicht auf eine von den Lohnsummen abweichende Gewerbesteuerzerlegung einigen“, so der Geschäftsführer. Die EMB wollte erreichen, dass ein größerer Teil seiner abgeführten Gewerbesteuer als bisher an Kommunen im Versorgungsgebiet geht, in denen sie Kundenbüros oder Betriebsstellen unterhält. Potsdam, das zuletzt etwa 85 Prozent der von EMB geleisteten Gewerbesteuer erhielt, wollte nicht auf die EMB-Vorschläge eingehen. Durch den Umzug verliert die brandenburgische Landeshauptstadt nun jedoch einen großen Gewerbesteuerzahler.

Effiziente Energieversorgung mit PV-Anlage

Modernen Anforderungen an Klimaverträglichkeit und Wirtschaftlichkeit entspricht die Energieversorgung der EMB-Zentrale. Für das neue Ortszentrum in Michendorf ist ein Heizhaus mit drei gasbetriebenen Blockheizkraftwerken (BHKW) zur effizienten Erzeugung von Strom und Wärme, einem Gasbrennwertkessel für Spitzenlasten und einem Wärme-Pufferspeicher vorgesehen, der eine flexible Stromerzeugung mit den BHKW ermöglicht und deren Laufzeiten erhöht. Ein Teil der Anlagen wird bereits mit dem EMB-Energiehaus in Betrieb gehen. Eine Photovoltaikanlage (30 kW) auf dem Dach des Energiehauses soll etwa ein Viertel des jährlichen Strombedarfs der EMB-Zentrale von geschätzt etwa 90.000 Kilowattstunden decken.

Der für den 7. und 8. Januar 2021 geplante EMB-Umzug von Potsdam nach Michendorf bildet den Auftakt für weitere Standortveränderungen in der GASAG-Gruppe. Die Muttergesellschaft GASAG AG selbst will im März ihr neues Energiequartier auf dem EUREF-Campus in Berlin-Schöneberg beziehen, die NBB Netzgesellschaft Berlin-Brandenburg in der zweiten Jahreshälfte ihr neues Netzquartier am selben Standort.

Seite teilen