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Ausflugstipp: Rheinsberg

Romanze in Rheinsberg

An den Veranstaltungen zum Fontanejahr kommt man auch im Landkreis Ostprignitz-Ruppin nicht vorbei. Dabei lockt eine seiner vielleicht schönsten Städte noch mit ganz anderen literarischen und kulinarischen Versuchungen.

Fontane war fast überall in Brandenburg. Und natürlich auch in Rheinsberg. Dennoch hat ein anderer deutscher Dichter die Stadt populär gemacht: Kurt Tucholsky. „Ein Bilderbuch für Verliebte“ nannte Tucholsky sein 1912 veröffentlichtes Erstlingswerk mit Rheinsberg im Untertitel. Es war ein Riesenerfolg. Unter anderem, weil er in Berlin zu jedem Buch ein Glas Alkohol verschenkte, stellte Tucholsky selbstironisch fest.

Tucholsky trifft Fontane

Heiter und für die Zeit erstaunlich offen beschreibt er den amourösen Ausflug eines Berliner Paares nach Rheinsberg. Eine erfrischende, nicht vom Kitsch bestimmte Erzählung, die Ort und Umgebung treffend beschreibt. Und bis heute hat sich an den Schilderungen fast nichts geändert. Rheinsberg ist immer noch ein Ort, dessen Ursprünglichkeit in Verzückung versetzen kann und an dem sich das Leben ganz wunderbar genießen lässt.

Auch dem guten alten Fontane, dessen 200. Geburtstag dieses Jahr gefeiert wird, erging es da nicht anders. Statt das Schloss zu besichtigen, kehrte er erst mal im „Ratskeller“ ein. Denn er ahnte wohl: „dass das Rheinsberger Schloss all seines Zaubers unerachtet doch am Ende kein Zauber schloss sein werde, das jeden Augenblick verschwinden könne“. Zeit für ein ausgiebiges Frühstück vor dem Schlossbesuch sei allemal.

Fontanes Leibgericht und Wahrzeichen der Stadt:
Rinderbraten mit Ingwersauce

Das Restaurant „Ratskeller“ gibt es immer noch, auch wenn das Gebäude neu errichtet wurde. Ein Menü erinnert an das Leibgericht des Dichters: Rinderbraten mit Ingwersauce. Doch nicht nur der „Ratskeller“ ermöglicht kulinarische Entdeckungen. In Rheinsberg lässt sich vortrefflich speisen. Zum Beispiel auch im „Seehof Rheinsberg“ oder im Restaurant „Zum Alten Fritz“, das die Familie Weidauer seit mehr als 25 Jahren betreibt.

„Rheinsberg hat eine sehr positive Entwicklung genommen“, meint Jarno Weidauer, Gründer des Restaurants. Der Ort würde vor allem vom Natur- und Kulturtourismus profitieren, der Kammeroper und Tucholskys Lesern. „Nach Rheinsberg kommen Menschen aus dem gesamten Bundesgebiet, die gutes Essen und gute Weine zu schätzen wissen.“

 

Opernkleid und Radlerhose

So ist Rheinsberg ein Ort für Kultur- und Naturtourismus gleichermaßen. Was das heißt, zeigt sich am Abend in den Restaurants, Gartenlokalen oder vor der beliebten Fleischerei Endler am Schloss: Die Garderobe reicht vom Opernkleid bis zur Radlerhose. Jeder nach seiner Fasson – dieses urpreußische Motto leben die Rheinsberger auf vielfältige Weise. Alle zwei Jahre präsentiert das Foodfestival Solanum zum Beispiel, wie die Ernährung der Zukunft aussehen könnte. Ein Handwerker- und Töpfermarkt zeigt Traditionelles und im Hafendorf Rheinsberg genießen gut gelaunte Urlauber den Sonnenuntergang am See.

Kultur trifft Natur trifft Historie im Schloss Rheinsberg

Rheinsberg hat seinen ganz eigenen Rhythmus. Statt „höher, schneller, weiter“ heißt es hier „geschmackvoll, gelassen und gemeinschaftlich“. Gutes Beispiel dafür war der Fontane-Wandermarathon im Mai: Wer als Erstes ins Ziel kam, interessiert kaum jemanden. Vielmehr entdeckten die Teilnehmer Mensch und Natur am Wegesrand – und pausierten alle fünf Kilometer für einen kleinen Imbiss. Das kam so gut an, dass der Marathon auch nach dem Jubeljahr fortgeführt werden soll. Denn eine Romanze in Rheinsberg bedeutet heute vor allem eins: die Natur und ihre Schätze ausgiebig zu genießen …

 

Übrigens: Auch rund um Rheinsberg sind wir persönlich für Sie da – zum Beispiel in unserem Kundenbüro in Wittstock.

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