EMB Energie Mark Brandenburg GmbH

Richtig heizen: Eine Frage der Einstellung!

Wer bei den Heizkosten sparen möchte, sollte nicht nur einen günstigen Erdgastarif wählen: Auch auf die richtige Einstellung der Thermostate kommt es an. Marcel Metzner aus dem Kundenbüro Wittstock verrät, wie es funktioniert und worauf es ankommt.

Herr Metzner, jeder kennt es – aber wie funktioniert ein Thermostat an den Heiz­körpern eigentlich genau?

Ein Temperaturfühler am Thermostatventil misst die Raumtemperatur und regelt danach den Durchfluss des heißen Wassers durch den Heizkörper. Damit bleibt die Zimmertemperatur konstant. Heizt sich ein Raum zum Beispiel durch Sonneneinstrahlung auf, registriert das Thermostat die Veränderung und drosselt den Heißwasserzufluss.

Dann ist die Steuerung ganz einfach?

Im Prinzip ja. Aber es gibt noch andere Faktoren, die die Arbeit der Thermostate beeinflussen. In Heizkörpernischen mit sehr breitem Fensterbrett kann sich beispielweise ein Wärmestau bilden. Der Fühler signalisiert dem Ventil dann zu schließen, obwohl der Raum selbst vielleicht noch kalt ist. Abhilfe schafft hier, den Abstand des Heizkörpers zur Wand zu vergrößern.

Was bedeuten die Zahlen, und wird es schneller warm, wenn ich richtig aufdrehe?

Üblicherweise stellen Hersteller ihre Thermos­tate so ein, dass auf Stufe drei eine Raumtemperatur von etwa 20 Grad Celsius herrscht. Eine Drehung zur nächsten Zahl entspricht in etwa einer Temperaturänderung von vier Grad Celsius. Viele denken, dass es im Raum schneller warm wird, wenn ich richtig aufdrehe. Aber bei der Heizung wird die Wärmezufuhr über den Temperaturfühler gesteuert. Drehe ich voll auf, heize ich also länger – eben bis die eingestellte Temperatur erreicht ist.

Worin unterscheiden sich herkömmliche Thermostate von programmierbaren?

Letztere können die Raumtemperatur nach Uhrzeit und Wochentagen regeln: So lässt sich etwa einstellen, dass es im Bad frühmorgens schön warm ist. Wer Räume tagsüber zudem auf 16 Grad abkühlen lässt, kann seine Heizkosten spürbar reduzieren.

Und welche Temperatur ist wo sinnvoll?

Niemand friert gern, doch nicht in allen Räumen muss die gleiche Temperatur herrschen. Im Schlafzimmer reichen 16 bis 18 Grad Celsius. Im Bad mögen es die meisten Menschen wärmer: Maximal 23 Grad sind hier angeraten. ­Generell gilt, dass eine geringere Raumtemperatur von einem Grad Celsius rund sechs Prozent Heizkosten spart. Wer auf der heimischen Couch zur Decke greift und die Heizung etwas herunterdreht, spart also Geld und schont die Umwelt.

Was kann ich außerdem tun, um Kosten zu reduzieren?

Sinnvoll ist bei älteren Gebäuden, die Heizkörpernischen zu dämmen – falls sie das nicht sind. Dazu kann man mit Aluminium beschichtete Platten aus Styropor nutzen. Bei modernen Gebäuden gehe ich davon aus, dass sie gut eingepackt sind und wenig Wärme verloren geht. Wer es genau wissen möchte, kann Thermografie-Aufnahmen anfertigen lassen. Sie zeigen, ob und wo zu viel Energie verloren geht. Derzeit bieten wir unseren Kunden eine Thermografie bereits für 85 Euro an.

Ihr Ansprechpartner

Marcel MetznerTelefon:03394 403731E-Mail: metzner.ma@emb-gmbh.de