EMB Energie Mark Brandenburg GmbH

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Photovoltaik-Initiative der EMB in den Konzessionsgemeinden – erste Interessenten haben sich gemeldet.

Interview mit Projektleiter der EMB Mathias König

Vor sechs Wochen hat die EMB ihren Konzessionsgemeinden einen Brief geschrieben und über die Photovoltaik-Initiative informiert. Gibt es bereits ein Echo?
Mathias König: Ja, das gibt es. Zahlreiche Kommunen haben sich bei uns gemeldet und wollten mehr wissen…

Aus welchen Städten oder Gemeinden zum Beispiel?
Mathias König: Zum Beispiel aus Birkenwerder, Hennigsdorf und Ziesar.

Was macht das Angebot so interessant für Kommunen?
Mathias König: Dafür gibt es mehrere Gründe. Der wichtigste ist wohl, dass die EMB die PV-Anlage finanziert und errichtet, also die kommunale Kasse nicht belastet wird. Stattdessen kann die Stadt oder die Gemeinde einen Gewinn einstreichen bzw. Kosten sparen – bei geringem wirtschaftlichem Risiko. Und sie kann ihre Ziele im Klimaschutzprogramm schneller erreichen oder sogar überbieten.

Gibt es genug freie Flächen, die für PV-Anlagen geeignet sind?
Mathias König: Auch wenn man bei Dächern die Statik und möglicherweise den Denkmalschutz berücksichtigen muss, es bleiben mehr als genug geeignete Dachflächen. Die Kommunen sollten auch Gewerbeflächen, Konversionsflächen oder Randstreifen von Autobahnen oder Schienenwegen in Betracht ziehen.

Beispiel Rathausdach. Wie könnte hier das Szenario aussehen?
Mathias König: Nehmen wir mal an, ein Rathaus verbraucht im Jahr 65.000 kWh Strom. Auf einer nutzbaren Gesamtdachfläche von 500 m2 beträgt die Leistung der PV-Anlage 55 kWp. Damit können 53.450 kWh Strom erzeugt werden – also fast 80 Prozent des Stromverbrauchs im Rathaus.

Was ist der Unterschied zwischen dem Pachtmodell und dem Mieterstrommodell?
Mathias König: In beiden Fällen finanziert und errichtet die EMB die PV-Anlage. Beim Pachtmodell wird diese Anlage, wie es der Name sagt, für 20 Jahre an die Kommune verpachtet, der erzeugte Strom in vollem Umfang für den Eigenbedarf des kommunalen Gebäudes eingesetzt. Beim Mieterstrommodell bezieht der Nutzer des kommunalen Gebäudes einerseits zu einem besonders attraktiven Strompreis aus der PV-Anlage, die Reststrommengen liefert die EMB zu einem günstigen Tarif aus dem öffentlichen Netz.

Und welches wird nach den bisherigen Gesprächen bevorzugt?
Mathias König: Eher das Mieterstrommodell, weil es einfacher in der Umsetzung ist.

Was ist, wenn der Strom nicht dann gebraucht wird, wenn die Sonne scheint, sondern zum Beispiel abends?
Mathias König: Dafür können leistungsfähige Batteriespeicher eingebaut werden.

Mit wem arbeitet die EMB zusammen?
Mathias König: Mit der Energieinsel Oranienburg, also ein auf PV-Lösungen spezialisierten Unternehmen aus unserem Versorgungsgebiet.

Sie haben selbst Gespräche geführt, welche Fragen bewegen denn Bürgermeister und Energieverantwortliche?
Mathias König: Einige haben Angst um die Dächer, wenn die PV-Anlagen darauf montiert werden. Aber das ist unbegründet, denn falls erforderlich werden die Module mit Betonteilen so beschwert, dass keine feste Verbindung mit dem Dach notwendig ist.

Hand aufs Herz, warum hat die EMB diese Initiative ergriffen?
Mathias König: In der Stromerzeugung durch Sonnenenergie gibt es noch großes Potential in Westbrandenburg. Das wollen wir gemeinsam mit unseren Konzessionsgemeinden nutzen. Neben der Lieferung von Erdgas und Strom gehören die Energiedienstleistungen Contracting und Photovoltaik zum Angebot der EMB. Das besondere bei unserer kommunalen PV-Initiative: Nicht EIN Unternehmen verdient damit Geld, sondern beide Partner, also die Kommune und die EMB, teilen sich den finanziellen und wirtschaftlichen Nutzen.