EMB Energie Mark Brandenburg GmbH

Es muss nicht immer Elektro sein

Ein interessantes Bekenntnis in der Sendung "Hundert Sekunden Leben" auf Inforadio – und was das für einen kommunalen Fuhrpark bedeuten könnte.

 

 

 

 

Moderator:
Unsere Kolumnistin Renee Zucker war jahrelang ein bekennender Diesel-Fan – und hat ihre Leidenschaft nochmal kritisch überdacht, lange vor dem Diesel-Fahrverbotsurteil. Mindestens genauso lange wartet sie schon auf ihr neues Auto: ein Erdgasauto.

Renee Zucker:

Ich bin eingeknickt. Eine miese Verräterin. Nach jahrhundertelangem Diesel-Fan-Status hab ich aufgegeben. Ein 18 Jahre alter Wagen, der gut gerne noch mal 18 Jahre ohne Murren weitergefahren wäre, wird demnächst sein Leben beim Verschrotter aushauchen.

Ich warte auf ein neues Auto. Schon zwei Monate lang. Und noch mal zwei Monate hin. Die Autoindustrie brummt offenbar derart, dass sie den Bestellungen gar nicht nachkommen kann. Oder Erdgasautos sind besonders schwer und langwierig zu bauen. Vielleicht tauchen sie deshalb in der Gesamtdebatte überhaupt nicht auf. Denn das ist doch wirklich komisch: Wann immer von Elektro die Rede ist, kommen gleich nach den Vorteilen von vermeintlich blitzsauberem ökologischem Fußabdruck und dem tollen, unkaputtbaren Motor - die Nachteile der Batterieproduktion- und Entsorgung, das langwierige Betanken, ganz zu schweigen davon, WO eigentlich; die Vorstellung von Fußgängern, die sich auf Bürgersteigen in herabhängenden Kabeln verfangen; Laternen, vor denen man nicht mehr parken darf, weil sie jetzt Elektrozapfsäulen sind - und die kurze Reichweite - wie soll man damit in die nächste Großstadt kommen, in der man ununterbrochen fahren dürfte? Trotzdem sind sie jetzt die Zukunft.

Mein zukünftiges Erdgasauto schafft es wenigstens bis nach Hamburg und den halben Weg zurück, es hat kein Partikelproblem, bei seiner Verbrennung entstehen 25 Prozent weniger CO2 und Stickoxyde sind kaum messbar.

Deutschlands Erdgasnetz ist mit all seinen Verzweigungen 500.000 km lang und hierzulande größter Energiespeicher, die bislang 1180 Erdgas anbietenden Tankstellen sollen in den nächsten 7 Jahren auf 2000 erhöht werden - alles könnte in eine gute Richtung gehen, wenn nicht mit dem Eintritt der Chinesen bei Daimler die Weichen für die Stromfresser gestellt wären.

Und deshalb tauchen Erdgasautos weder politisch noch medial nennenswert auf. Hier bestimmt die Autoindustrie unsere Zukunft. Und ihre Irrtümer.

 Text: rbb INFOradio

 

Viele Modelle für Ihren Fuhrpark

Wir wissen zwar nicht, welche Modelle bei Ihnen auf dem kommunalen Hof stehen, aber vielleicht sind ein Audi A4, ein Seat Mii, ein Skoda Oktavia, ein Golf Variant, ein Opel Zafira, ein VW Caddy, ein Fiat Cargo oder sogar ein IVECO Minibus darunter. Diese Auswahl hat eines gemeinsam: Es gibt sie nicht nur als Benziner oder Diesel, sondern auch als Erdgas-Variante. Und damit ist man gerüstet gegen alle Fahrverbote: Mit keinem Antrieb – das bestätigen zahlreiche unabhängige Studien – ist man umweltfreundlicher unterwegs und günstiger als mit Erdgas.

Hier eine Übersicht über die Modelle für alle Fälle

 

Ihr Kämmerer wird sich freuen: Erdgas als Kraftstoff kostet unter dem Strich etwa 50 Prozent weniger Benzin und 30 Prozent weniger als Diesel. Umgerechnet auf einen Liter Super ergibt sich ein Preis von 70 - 80 Cent. Bei Verbräuchen der aktuellen Erdgasmodelle von rund 3 bis 5 kg/100 Kilometer liegen die Kraftstoffkosten für eine 100 Kilometer-Strecke bei 3 bis 5 Euro. Der niedrige CO2-Ausstoß sorgt auch für eine niedrige Kfz-Steuer. Planungssicherheit gibt den Kommunen die im Juni vergangenen Jahres von der Bundesregierung beschlossene Verlängerung der Steuerermäßigung auf Erdgas bis zum Jahr 2026.

Übrigens ist nicht nur Renee Zucker von info-Radio bekennende Erdgas-Sympathisantin, auch AUTO BILD-Redakteur Matthias Moetsch zeigt sich zuversichtlich: „Die Elektrifizierung wird kommen. Bei aller Begeisterung für Superbatterien oder induktives Laden: Das sind visionäre Zukunftstechniken; wir brauchen aber jetzt Lösungen! Mit ihren Betrügereien haben die Autobosse den Diesel zugrunde gerichtet. Wer City-Fahrverbote fürchtet und viel fährt, für den ist Erdgas eine saubere Alternative, die sogar spart.“

Sie und Ihr Rathaus-Team wollen ein Erdgasauto testen?

Kein Problem – wir stellen Ihnen ein vollgetanktes Erdgas-Fahrzeug nach eigener Wahl für eine Woche zur Verfügung. Das können Sie und Ihre Mitarbeiter auf Herz und Nieren testen.

Melden Sie sich einfach bei Jana Meburger unter meburger.ja@emb-gmbh.de oder 0331 7495-473.